Zytröseli-PfiLa 2017

Im Jahr 2007, zum 95-jährigen Jubiläum des Bezirk Zytröseli, fand zum letzten Mal ein Pfingstlager mit dem ganzen Bezirk statt. Genau zehn Jahre später fanden sich wieder motivierte Pfadis zusammen, die ein Lager für die Abteilungen Bischofstein, Falkenstein, Ramstein, Schalberg und Schenkenberg organisierten. So kam es, dass sich dieses Jahr knapp 360 Zytröselerinnen und Zytröseler – von denen der Ramstein übrigens fast einen Drittel ausmachte – in Maisprach BL zusammenfanden, um drei Tage lang das Lagerleben zu geniessen.

Bereits am Freitagabend reisten die Pfadistufe und die Piostufe mit ihren Leiterinnen und Leitern an. Die Pfadi Falkenstein nahm es dabei auf sich, den Weg von Rheinfelden aus zu Fuss zu begehen, und die dazugehörigen Pios wagten es gar, von Basel aus mit dem Velo auf den Lagerplatz zu fahren. Als dann Ramstein, Falkenstein, Schalberg, Bischofstein und Schenkenberg alle auf dem rund 44’000 Quadratmeter grossen Lagerplatz angekommen waren, stellte sich sogleich eine gemuetliche, gesellige Stimmung ein, und es wurden fleissig die ersten Zelte aufgestellt. Das Organisationskomitee und einige HelferInnen, angeführt von Bezirksleiter Strizzi, hatten gute Vorarbeit geleistet: Der Lagerplatz war bereits aufgeteilt in die verschiedenen Bereiche für Küchen, Schlafzelte und Spielwiesen, und sogar ein grosses Sarasani ragte schon über die Wiese.

Am Samstagmorgen begann auch für die Wolfsstufen das Abenteuer Pfingstlager. Während die Pfadis und Pios weiter mit dem Aufbau beschäftigt waren, besammelten sich in Basel die jüngeren Mitglieder des Zytröseli und machten sich auf den Weg nach Maisprach. Nach einem gemeinsamen Mittagessen fand dann die grosse Eröffnungsfeier statt, bei der sich erstmals die fünf Maya-Stammeshäuptlinge und der Ober-Maya-Chef zeigten, die uns zu sich auf das Gelände eingeladen hatten. Ebenfalls wurde ein Geländespiel durchgeführt, bei dem die Gruppen zusammengesetzt waren aus Pfadis aller Stufen, Abteilungen und auch Pfadi Trotz Allem-Teilnehmenden.

Trotz dem langen Regenschauer am Samstagabend war die Stimmung noch immer gut, und einige Abteilungen wagten es sogar, nachts aufzustehen und es rund um den Lagerplatz mit allen möglichen bösen Gestalten aufzunehmen. Der nächste Morgen brachte ein wenig trockeneres Wetter, so dass bald vor allen Zelten Kleider und Blachen zum Trocknen in der Sonne lagen. Während der Sonntag grösstenteils in den einzelnen Abteilungen verbracht wurde, war das Abendessen ein umso speziellerer Anlass: Alle Küchen waren für alle TeilnehmerInnen offen, man konnte einfach sein Geschirr nehmen und von allen Speisen kosten. So entstand ein gemütliches und friedliches Durcheinander von Pfadis aller Art. Nach dem Abendessen aber stand für alle Zytröselerinnen und Zytröseler eine wichtige Mission auf dem Programm: Die Maya-Medizinmänner, die sich als gefährlich herausgestellt hatten, galt es zu besiegen, bevor sie das Mayavolk dem Untergang weihen konnten. Mit grosser Tapferkeit vollbrachten die Pfadis dieses Werk, und als Dank erhielt jeder und jede ein Stück Mayagold, um es sich an die Pfadikravatte zu hängen. Das meterhohe Lagerfeuer schlussendlich, das nach Anbruch der Dunkelheit angezündet wurde, bot eine wunderbare Kulisse für einen gemütlichen letzten Abend.

Am letzten Pfilatag dann, dem Montag, spielte das Wetter den Pfadis einen kleinen Streich – obwohl am Abend zuvor der Himmel in den kitschigsten Rottönen geleuchte hatte, regnete es den ganzen Montagmorgen über. Trotzdem gingen die Pfadis zur Sache und bauten das Lager sauber ab. Schon bald gab es statt Zelten nur noch Haufen aus Gepäck zu sehen, und die Wiese war in kurzer Zeit sauber gefötzelt. Am frühen Nachmittag war dann auch das letzte Material noch auf die Transporter geladen und die letzten Pfadis verliessen den Lagerplatz. Angekommen in Basel, wurde das Lager gemeinsam beendet. Nachdem sich einer der Maya-Häuptlinge noch einmal für unsere Hilfe bedankt hatte, wurden wie üblich einige Fundsachen verteilt, und dann standen noch einmal alle Zytröselerinnen und Zytröseler zusammen, um gemeinsam den neuen Bezirksruf* zu schreien.

 

* Zytröseli Bezirksruf est. 2017:

vo allne fünf sin mir nur ein

trotzdäm schloht uns sicher kein

schal ram falk – bischof schänk

zytröseli – das sin mir dänk!

By | 2017-06-08T19:27:58+00:00 Donnerstag, 8. Juni 2017|Aktuelles, Berichte/Fotos|0 Kommentare

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