Balsberg-Weekend 2015

Willy Wonka und die Schokoladenglühmaden

An einem schönen Freitagabend im März versammelten sich unschlagbare 19 (!) Balsbergerinnen und ihre fünf Leiterinnen, um gemeinsam ein abenteuerliches Balsbergweekend zu erleben. Nach einem besonders lauten Antreten wurde im Bahnhof jedem von uns ein Werbegeschenk in die Hand gedrückt – Willy Wonka Schokolade! Noch nie hatte jemand von uns das Glück gehabt, von dieser berühmt-berüchtigten Schokolade zu naschen.

Als wir nach mehrfachem Umsteigen schliesslich in Laupersdorf angelangt waren, wurde es bereits dunkel. Der Weg war mühsam und steil und führte mitten in den Wald. Unser Lagerhaus mit grüner Fassade war nirgendwo zu sehen. Wir hatten uns wohl verirrt…

Plötzlich entdeckten wir ein Haus! Da es unbewohnt war, zogen wir erleichtert ein. Es stellte sich heraus, dass es sich um die abgelegene Sommerresidenz Willy Wonkas handelte! Menschenscheu wie er war, mussten wir erst einmal sein Vertrauen gewinnen, damit wir weiterhin hierbleiben durften. Auch mit Willy Wonkas lustigen Helfern, den Umpa Lumpas, schlossen wir Bekanntschaft. Was für ein Schreck, als wir dann glücklich und satt vom vielen guten Essen ins Bett gehen wollten! In unseren Schlafsäcken hatten sich riesige, fiese Glühmaden eingenistet, die seltsame Geräusche von sich gaben… Zum Glück würmelten sie bald wieder weg die Treppe hinunter.

Am nächsten Morgen stand erst einmal Morgensport mit Violetta, mehrfacher Champion in Kaugummikauen und Karate, an. Plötzlich rannte ein völlig entrüsteter Willy Wonka auf uns zu und befiel uns wütend, seine Sommerresidenz umgehend zu verlassen. Willy hatte eine Zeitung zerrissen, also folgten wir den Schnipseln bis zur Quelle seines Wutausbruchs. Dort begegnete uns eine verzweifelte Zeitungsfrau. Willy Wonka hatte durch einen Zeitungsartikel erfahren, dass seine Schokoladenfabrik wie vom Erdboden verschluckt verschwunden war. Kein Wunder, dass er nun uns als einzige Menschen weit und breit beschuldigte. Nachdem wir der ziemlich sturen Zeitungsfrau endlich bewiesen hatten, dass wir die Gefühle der Zeitungen anerkannten und diese deshalb sehr sorgfältig behandelten, erhielten wir einen Beweis, der für uns sprach: Ein nichtmenschliches Haar wurde am Tatort gefunden!

Wir versprachen Willy Wonka, ihm zu helfen. Da die Produktion keineswegs eingestellt werden darf, produzierten wir gemeinsam wunderbare Schokolade. Offensichtlich zog der süsse Duft die Glühmaden an, denn plötzlich stürzten sie sich auf unser Zvieri und knabberten an allem! Ein Freund von Willy Wonka, ein Insektenforscher, erzählte uns die verheerende Geschichte der Schokoladenglühmaden: Nach Willy Wonkas Suche nach neuen Geschmäckern im exotischen Umpa Lumpa-Land waren sie als blinde Passagiere mit ihm zurückgereist. Sie vermehrten sich stetig und hatten einen ungeheuren Hunger. Die Vernichtung der Schokoladenfabrik war erst der Anfang!

Wir bereiteten uns mithilfe British Bulldog und Leuchtfrisbee auf einen Kampf mit ihnen vor, aber plötzlich kam eine ganze Schokoladenglühmadenarmee angerannt. Wir hatten keine Chance! Per Post hatten wir neben geheimnisvollen Liebesbriefen und der Todesanzeige eines Kaktusses auch ein Flugblatt zur Schokoladenglühmadenversammlung erhalten. So folgten wir den Glühspuren und besiegten sie! Doch mitten in der Nacht, als wir schon schliefen, würmelten sie total unerwartet noch ein letztes Mal zurück… Wir besiegten die fiesen Schokoladenglühmaden endlich und endgültig!

Am Sonntagmorgen verabschiedete und bedankte sich Willy Wonka und hinterliess uns einen letzten Auftrag: Das Erstellen eines Prototyps für eine neue Schokoladenfabrik. Was für eine Ehre! Mithilfe des Grossvaters von Charlie und einem Techniker-Umpa Lumpa meisterten wir auch diese Aufgabe mit Bravour. So reisten wir zufrieden und mit vielen guten Erinnerungen wieder nach Hause.

Und sollte wir jemals wieder Willy Wonka-Schokolade als Werbegeschenk erhalten, so schmunzeln wir sicherlich vor uns hin.

By | 2015-04-01T12:16:49+00:00 Mittwoch, 1. April 2015|Berichte/Fotos|0 Kommentare

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