Pfadistufe: Weekend

Frohen Mutes trafen sich die beiden Stämme Balsberg und Riedberg am Samstagmorgen vor einer Woche zum Weekend. Kaum hatten wir den Abteilungsruf ertönen lassen, entdeckten wir an einem Baum eine kleine Gitarre hängen. Wir hatten gerade Zeit, sie kurz anzuschauen, als schon…

…ein geschäftlich aussehender Mann auf uns zukam. Er wolle uns die Gitarre unbedingt abkaufen, er würde auch eine Million bezahlen. Wir wollten das Teil aber behalten und schickten ihn fort. Gerade als wir bemerkt hatten, dass in der Gitarre ein Zettel steckt, und wir diesen herausgenommen hatten, stürmte der komische Typ auf uns zu und entriss uns die Gitarre. Wir schlossen daraus, dass der Zettel irgendwie wertvoll sein musste, und machten uns schleunigst auf den Weg zum Bahnhof.

Beim Pfadiheim in Balsthal wurden wir von einer Journalistin empfangen, die bereits wusste, dass wir diesen Zettel gefunden hatten, und uns deshalb diese Geschichte erzählte: Vor langer, langer Zeit gab es zwei verfeindete Piratenfamilien. Die eine besass einen Schatz, und bei einer der zahlreichen Seeschlachten der beiden Familien ging dieser Schatz tatsächlich verloren. Seither wird die Legende dieses Schatzes in der Familie weitergegeben, und jeder weiss, dass nur ein direkter Nachfahre der Piratenfamilie den Schatz finden und öffnen kann. Die Journalistin zeigte uns zwei Bilder der alten Piraten, damit wir ihre Nachfahren im Notfall erkennen könnten. Ausserdem sagte sie uns, dass wir wohl den ersten Hinweis zum Schatz gefunden hätten.
Mit einem spannenden Räuber&Bullen-Spiel gelang es uns, den guten Kapitän für uns zu gewinnen. Laut der Fotografie musste er ein Nachfahre der Piratenfamilie sein, der der Schatz gehörte… Als wir ihn auf den Schatz ansprachen, erinnerte er sich, dass bei den 16 Ahnengräber Hinweise versteckt seien. Er wisse aber nur die Orte von vier Ahnengräbern. Wir machten uns also auf den Weg zu diesen Gräbern, und es geschah, dass bei jedem der Gräber ein Hinweis sowie eine Beschreibung des Weges bis zum nächsten Grab gefunden wurden. Dank unserer sagenhaften Ausdauer und unseren tadellosen Kartenlesekünsten gelang es uns, alle 16 Gräber zu finden und somit einen nächsten Hinweis zu erhalten. Zur Belohnung gab es ein sagenhaftes Zvieri, nämlich hausgemachte Apfelwähe.
Der Tatendrang in uns war aber noch nicht gestillt, und so begannen wir bald an der Stelle zu Graben, die uns die Hinweise bei den Gräbern verraten hatten. Und tatsächlich, wir fanden eine Holzkiste mit dem zweiten Hinweis und sogar einer Beschreibung, wo der dritte und letzte Hinweis zu finden sei! Doch kaum hatten wir das begriffen, stürmte der Kapitän der bösen Familie mit seiner Crew auf uns zu und entriss uns beide Hinweise. Wir verloren für einen kurzen Moment die Fassung, fingen uns aber wieder und besannen uns auf unsere Mission. Da wir noch im Kopf hatten, wo der dritte Hinweis sein sollte, machten wir uns auf den Weg dort hin, aber wir kamen zu spät – alles, was wir fanden, war eine Nachricht der bösen Piratencrew, dass sie uns zuvor gekommen seien!
Der gute Kapitän war niedergeschlagen, jedoch wollten wir nicht aufgeben. Nach einem deliziösen Abendessen erzählte er uns, dass er den Aufenthaltsort der Bösen eigentlich kenne, aber er habe ihn kurzfristig vergessen. Ob wir ihm nicht irgendwie auf die Sprünge helfen könnten… Diese Herausforderung nahmen wir natürlich an, und nach ein bisschen Erinnerungstrank brauen folgte die gewünschte Erleuchtung: Der Kapitän erinnerte sich! Doch er kam nicht dazu, seine Gedanken auszusprechen, denn schon tauchten der böse Pirat und seine Crew auf. Wir versuchten nach Kräften, sie zu vertreiben, doch sie waren zu stark, und wir mussten aufgeben… Da es ausserdem schon spät war, beschlossen wir, schlafen zu gehen.
Doch auch dies konnten wir nicht ungestört. Mitten in der Nacht hörten wir Schreie, und wir konnten gerade noch genug schnell wach werden, um mitzubekommen, wie der gute Kapitän von der bösen Crew entführt wurde! So schnell wie wir konnten zogen wir uns an und versammelten uns vor dem Haus. Die Journalistin war wieder da, sie hatte gesehen, in welche Richtung die Bösen verschwanden. Der Unauffälligkeit wegen teilten wir uns in kleine Grüppchen auf und folgten der Spur im dunklen Wald… Wir alle mussten grossen Mut und Tapferkeit aufbringen, doch es wurde belohnt, und wir fanden den Kapitän. Tatsächlich gelang es uns, die böse Crew zu besiegen und alle Hinweise zurückzuerobern! Nun gingen wir aber wirklich schlafen und erholten uns von den Aufregungen der Nacht.
Am nächsten Morgen waren der Kapitän und alle Hinweise glücklicherweise noch da, und so gelang es uns, mit ein wenig Geschick den berüchtigten Schatz zu finden! Der Kapitän war überglücklich, und wir konnten mit gutem Gewissen zurück nach Basel reisen.

 

By |2014-02-16T17:29:25+00:00Sonntag, 16. Februar 2014|Berichte/Fotos|0 Kommentare

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